Bolivien am BORG
In den Genuss eines nicht alltäglichen Workshops mit Gästen aus Bolivien, vermittelt von „Welthaus St. Pölten“, kamen die SchülerInnen der 6. Klassen am 8. Mai: Gemeinsam wurde über globale Zusammenhänge, Klimagerechtigkeit und ein gutes Leben im Einklang mit Menschen und Natur diskutiert. Die beiden indigenen Referentinnen Águeda Colque und Lenny Espinoza vertreten Organisationen, die durch Spenden an die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar unterstützt werden. Diese fördern lokale Entwicklungsprozesse von indigenen Gemeinschaften mit Schwerpunkt auf nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungssicherheit. Sie stärken insbesondere Frauen und Jugendliche in Fragen von Menschenrechten, Klimawandel und Sicherung ihrer Lebensgrundlagen.
Im Mittelpunkt stand das Konzept des „Buen Vivir“ – des „guten Lebens“. Dieses Verständnis stammt aus den indigenen Kulturen Südamerikas und beschreibt ein Leben in Fülle, im Gleichgewicht und im respektvollen Umgang mit der Natur. Dabei wurde deutlich: Buen Vivir bedeutet nicht materiellen Überfluss, sondern ein erfülltes Leben mit allem, was Menschen wirklich brauchen – ohne anderen oder der Umwelt zu schaden.
Besonders bewegend war ein Satz, der viele Zuhörer:innen nachhaltig beeindruckte:
„Que seamos protagonistas del cambio y no cómplices de la destrucción.“ -
„Lasst uns ProtagonistInnen des Wandels sein und nicht KomplizInnen der Zerstörung.“



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