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BORG Geburtstag

Heute, am 13. Oktober 2026, jährt sich zum 150. Mal die Eröffnung unseres Hauses und damit der offizielle Beginn der Lehrtätigkeit in diesem Gebäude. Allein schon seit der Umwandlung der damaligen Lehrerbildungsanstalt in ein Oberstufenrealgymnasium im Jahr 1967 wurde eine im Laufe der Jahrzehnte immer umfangreicher werdende Anzahl von Schülerinnen und Schülern von einer Vielzahl von Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet und betreut. Dir. HR Mag. Hans Angerer, als ehemaliger Schüler, Seminarist, Erzieher, Lehrer, Administrator und schließlich Direktor unserem Haus verbunden wie kaum ein anderer, hat die Namen aller Personen zusammengetragen, die hier als Lehrkräfte gewirkt haben: Lehrkräfte »

Oliver! (2005)

Den Roman „Oliver Twist“ von Charles Dickens kannten nur wenige. Das Musical von Lionel Bart war in unseren Breiten völlig unbekannt.

Aufführungen vom 28. Mai - 5. Juni im Stadttheater St. Pölten. Insgesamt gab es sechs Aufführungen.

Über die Musik von "Oliver":
„Welch ein Vorteil, wenn man keine vorgefertigten Erwartungen zu erfüllen hat!“, dachte ich bei mir. Neu und gewöhnungsbedürftig war die Musik für mich allemal. Ich erkannte im Zuge der Beschäftigung mit dem Werk erst nach und nach die Besonderheit dieses Stückes. Ich entdeckte weder spezielle „rockige“ Merkmale, wie ich sie aus „Jesus Christ Superstar“, „Hair“ oder „Grease“ kannte, noch „jazzige“ Einschläge wie in der „West Side Story“ oder mittelalterliche Elemente wie in „Carmina Burana“.
Beim Versuch die musikalische Stilistik von „OLIVER!“ zu beschreiben kann man Folgendes feststellen: Dieses Musical zeichnet sich durch eine überaus abwechslungsreiche und vielfältige Musik aus. Neben spätromantisch sinfonischen Einflüssen werden deutlich Elemente der Folklore transportiert (beispielsweise stehen irisch-englische Rhythmen neben Polkamusik und jüdisch-klezmerischen Harmonien und Instrumenten).
Als „Orchestermusical“ konzipiert, mit einem starken Anteil an Schlaginstrumenten, schillern die Klangfarben vom geheimnishaften Dunkel eines Richard Strauss bis zum schrillen Expressionismus eines Igor Strawinsky. Die filmmusikalische Klangsprache und Klangarchitektur aus den 60iger Jahren strahlt unverkennbar aus diesem Werk. In seiner durchkomponierten Form und im Einsatz von Rezitativen und dramatischen Szenen trägt das Werk durchaus opernhafte Züge.
Dem aufmerksamen und unvoreingenommenen Zuhörer offenbart sich ein wahrer Kosmos an Klängen, Melodien und Rhythmen, den ich letztlich nur in Gegensatzpaaren andeuten kann:

triebhaft - vergeistigt
bodenständig - sublim
humorig - aggressiv
lebenslustig - lebensbedrohend
innig - brutal
zärtlich - grob
straßenmusikantisch - leitmotivisch
spontan frei - strukturell gebunden
beschaulich - aktionistisch
visionär - real

„MÖGE DIE BOTSCHAFT VON „OLIVER!“ BEI UNS ALLEN ANKOMMEN!“

Erich Schwab

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Fotos: Otto Jezek